Dienstag, 29. Dezember 2015

Die Frau an der Schreibmaschine

von Suzanne Rindell


erschienen im btb Verlag
am 14.09.2015
Für 19,99

 

 

Zum Inhalt

 

 Mit ein paar Anschlägen auf ihrer Schreibmaschine kann sie jemanden lebenslang ins Gefängnis befördern. Rose Baker arbeitet als Stenotypistin im New York City Police Department. Geständnisse zählen zu ihrem Alltag. Es ist das Jahr 1923. Und wenngleich Rose grausame Details über Messerstechereien und Morde protokolliert – sobald sie den Verhörraum verlässt, zählt sie wieder zum schwachen Geschlecht. Doch die Zeiten ändern sich. Die Frauen auf New Yorks Straßen tragen Bob, trinken Alkohol. Die prüde Rose allerdings hängt am Bild der fürsorglichen Frau. Und an dem charmanten Seargent, den sie heimlich anhimmelt. Bis eines Tages eine neue Kollegin kommt: die glamouröse Odalie. Sie entführt Rose in die Nachtclubs der Stadt. Rose ist schockiert – und ebenso fasziniert. Aus Faszination wird Obsession. Und dann gibt es einen mysteriösen Todesfall …

 

 

Meine Meinung


Wir begleiten zwei junge Frauen und ihre Männer im New York der 20er Jahre.
Das Setting ist von der Autorin wundervoll beschrieben worden. Man hat sich beim Lesen in den Roaring Twenties wiedergefunden und ich hatte das Gefühl, das alles historisch adäquat war.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Rose geschrieben, die die Geschehnisse rückblickend berichtet. Dabei kommt es dem Leser vor, als wäre man ein Besucher von Rose, dem sie vom vergangenem Jahr berichtet.
Im Text gibt es immer wieder Abschnitte, an denen sie in die Gegenwart abschweift und immer genau so viel sagt, dass man neugierig wird, was denn bloß passiert sein mag.
Stilistisch also echt sehr gelungen!

"Vielleicht komme ich hier vom Hundersten ins Tausendste, aber all das hat seinen Grund" S.299
Die Sprache war an die Zeit der 20er angepasst, mir aber etwas zu ausschweifend. Ich persönlich hatte Probleme mit ihrem Satzbau und musste manchmal doppelt lesen, um den Sinn zu entschlüsseln.
Die Erzählerin Rose und ihre Freundin Odalie sind Stenotypistinnen in einem New Yorker Polizei Revier und die Geschichte berichtet von dem vergangenem Jahr, in dem sich die beiden kennenlernten. 

"Bis ich Odalie traf, kannte ich keinen anderen Gott als den Gott der Zehn Gebote" S.135
Rose ist eine eher ruhige Frau der Anstand und benehmen wichtig sind. Odalie dagegen ist eher ein Wildfang und lebt die Roaring Twenties in vollen Zügen aus.
Wir erleben, wie die beiden sich anfreunden und gemeinsam Abenteuer erleben und dann gibt es natürlich noch einen großen Vorfall und das Ende, welches alles ändert!
Aber das solltet Ihr besser selbst herausfinden.
Mich konnte das Buch persönlich nicht 100 prozentig überzeugen, da ich mit dem Schreibstil nicht warm wurde und ich das Ende leider schon früher erahnt hatte.
Alles in allem ist dieses Buch aber trotzdem eine Empfehlung für jeden, der es gerne spannend, nostalgisch und überraschend mag. Ich kann bestätigen das es durchaus etwas für Fans von Gone Girl ist! (Ich mochte das Buch Gone Girl nicht!)
 

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