Donnerstag, 26. Mai 2016

Pasta & Sauce aus 1 Topf

von Emilie Perrin



erschienen bei Bassermann Inspiration  im Februar 2016 für €9,99


Pasta und Sauce aus einem Topf kennt man vielleicht eher als "One-Pot- Pasta".
Seit ich das vor einigen Jahren auf Pinterest entdeckt habe, suche ich immer wieder nach neuen Inspirationen. Natürlich bin ich auch ein großer Nudel Fan und was ist da besser als ein schnell und unkompliziert zubereitetes Nudelgericht. 
Leider muss ich sagen das auch dieses Buch aus dem Bassermann Inspiration Verlag mich enttäuscht hat. 
Es ist wieder nur ein leichtes kleines Heftchen, mit wenig Inhalt. 
Auch hier ist der Aufbau wieder sehr einfach gehalten: eine winzig kleine Einführung, dann die Rezepte, kurz und knapp, mit einem Bild dazu, was ich super finden würde wenn das Bild denn auch was mit dem gekochten zu tun hat. 
Die Rezepte sind allerdings auch wirklich sehr einfach, sodass ich hier wirklich nicht mehr Infos brauchen würde.

 
Auf den Bildern, das leckerste (links) und das ekeligste (rechts) Rezept.


Jetzt zu den Rezepten selbst, es gibt eine relativ bunte Auswahl für jeden Geschmack, allerdings ist das Buch eher Fleischfresser freundlich als für Vegetarier, wie meine Mitbewohnerin feststellen musste. 
Die Rezepte hören sich überwiegend sehr gut an und gleich das erste Rezept welches ich ausprobierte war der Knaller! Es war so lecker das ich es nun schon häufiger in meinen Speiseplan aufgenommen habe. 
Ok, es ist ein nicht allzu kreatives Rezept und besteht eigentlich nur aus Spaghetti mit kirschtomaten, Feta und Basilikum. 
Als ich mich dann aber an die etwas ausgefalleneren Rezepte machte, wurde ich sehr enttäuscht! die Mengenangaben waren teils unpassend, sodass eher eine Nudelsuppe bei raus kam. Oder es hat einfach nur ganz ekelhaft geschmeckt. 
Besonders gewundert hat es mich bei Rezepten die so unglaublich gut klangen und so toll auf den Bildern aussahen und dann so ganz anders im Ergebnis waren. Dazu muss ich sagen, viel falsch machen konnte man da wirklich nicht!
 Auf Pinterest gibt es weitaus bessere Rezepte zu finden und man sich den kauf dieses Buches wirklich sparen.
Gerne würde ich mehr schreiben, aber viel gibt es über dieses kleine Büchlein nicht zu sagen.
 

Donnerstag, 19. Mai 2016

Die Expedition

von Bea Uusma


erschienen im btb Verlag im Februar 2016 für € 29,99 als HC

So ganz genau wusste ich nicht, was mich da erwartet als ich die Verlagsvorschau durchblätterte und dieses Buch meinen Blick anzog. Als ich es dann im Laden liegen sah, hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, aber mein Interesse wurde nur umso größer. 
Gleich vorweg, dies ist ein Sachbuch und erscheint in einer, leider etwas unhandlichen, aber wunderschönen Schmuckausgabe. Kann man das so nennen? Es hat das Format eines Bildbandes und ist sehr kreativ gestaltet, sodass es überhaupt nicht trocken daher kommt, wie so manch anderes Sachbuch. 
Bea Uusma eine Ärztin und Illustratorin kommt aus Schweden und hat, wie viele Schweden, von der Andree Expedition gehört die im ewigen Eis verschollen ging. 
Die Autorin war sofort von dieser Geschichte gefesselt und reiht sich nun hiermit in eine lange Reihe von Forschenden ein, die alle ihre eigenen Theorien zu den Geschehnissen von damals haben, wie Bea sehr schön darstellt. 



Wir erleben das Buch auf drei Arten. Zum einen begleiten wir Bea auf Ihrer Reise das Rätsel, um den tot der drei Männer zu lösen, dann begleiten wir Salomon August Andree, Nils Strindberg und Knut Fraenkel auf ihrer, Rekonstruierten, Reise und dann bekommen wir zwischendrin eine Sammlung von Briefen, Notizen, Tabellen, Bildern und Faktensammlungen. 
Der Aufbau ist genial, sodass man als Leser gleich total gefesselt vom Geschehen ist und sich sogar als Teil fühlen kann. Denn die Bea lässt dem Leser die Möglichkeit mit zu rätseln, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat.
Eine Liebesgeschichte gibt es auch in diesem Buch, denn Nils Strindberg hatte damals seine verlobte zurück gelassen und ihr regelmäßig, während der Expedition Briefe geschrieben. 

Es ist die Geschichte von 3 Männern die keine Ahnung haben was sie sich da, 1887 mit einem Heißluftballon, vorgenommen haben und deren Leichen erst 33 Jahre später auf einer schwer zugänglichen Insel im Polarmeer gefunden wurden. Seither ranken sich viele Theorien um diese Expedition und was ihnen passiert sein könnte.

Das Buch ist wirklich etwas ganz besonderes, das Thema nicht weltbewegend aber anrührend und unglaublich spannend erzählt. 
 

Mittwoch, 18. Mai 2016

Jane Eyre

von Charlotte Bronte


Als Hörspiel Jubiläumsausgabe erschienen im Hörverlag im Januar 2016, für € 19,99


Charlotte Bronte
Diese Autoren wäre im April diesen Jahres 200 Jahre alt geworden (na gut so alt wird niemand, aber man kann ja aus allem ein Jubiläum machen).
Sie ist die wohl bekannteste der Bronte Schwestern, die allerdings zu Anfang unter einem männlichen Pseudonym veröffentliche. Ja, so üblich war es damals noch nicht das Bücher von Frauen veröffentlicht wurden...
Jetzt aber zum Buch:
Wie der Titel schon sagt, geht es in dieser Geschichte um Jane Eyre, eine junge Frau, die ohne Eltern aufwachsen muss. Wir begleiten sie in ihrer Kindheit bei der verhassten Tante, im kirchlichen Mädchenheim, wo sie von der Schülerin zur Lehrerin aufsteigt, bis zu Ihrer Anstellung als Hauslehrerin in einem gut betuchten englischem Hause. Ach ja das Ganze spielt in England, vor ihr werdet es kaum glauben, ca 200 Jahren. 
Das Hörspiel ist teilweise Hörspiel und Hörbuch. Gelesen, rückblickend und die Gefühle beschreibend, von der erwachsenen Jane und stellenweise unterbrochen von den Stimmen anderer bzw. auch der kleinen Jane. Die Stimmen sind sehr harmonisch und passend, das hat mich wirklich begeistert. Aber die Musik!!! Wer kam nur auf die Idee so eine schreckliche, deprimierende, teilweise beunruhigende Musik permanent einzuspielen? Das hat mir leider das ganze Hörspiel versaut.


Ich kann jedem der die Geschichte kennenlernen möchte nur empfehlen das Buch selbst zu lesen. 
Die Sprache ist sehr flüssig und angenehm und man wird sehr schnell von dieser schönen Geschichte gefangen genommen. 
Eigentlich eine sehr schöne Idee und von den Sprechern wunderschön umgesetzt, allerdings nimmt die Musik den ganzen Spaß.

Meine Buchausgabe:


Freitag, 6. Mai 2016

Die wundersamen Abenteuer der Galina Petrowna

 von Andrea Bennett


Goldmann Verlag - März 2016 - € 19,99 - 340 Seiten
Autoren Website

Ja bei diesem Buch war ich mal wieder ein Opfer von Titel und Cover. Für mich absolut ansprechend gestaltet. Das Buch hat sich ein nicht so seltenes Thema zu eigen gemacht: eine ältere Damen wird aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und erlebt mit einigen Weggenossen neue Abenteuer.
Galina ist eine ältere, mittlerweile verwitwete Dame im modernen Russland, die einen verwahrlosten Streuner bei sich aufnimmt.
Mitja der Hundefänger allerdings hält von dieser Beziehung überhaupt nichts und nimmt sich dem an, indem er den Hund gefangen nimmt, dabei gerät sowohl bei Galina als auch bei Mitja einiges aus dem gewohnten Gleichgewicht und die Abenteuer beginnen.
Das Buch ist angenehm geschrieben und liest sich sehr leicht weg, die Geschichte bietet alles von Unterhaltung, Witz und Traurigkeit. Aber wenn dieses Buch doch so viel hat, warum konnte es mich dann nicht begeistern?
Das frage ich mich jetzt schon eine ganze Weile, aber habe leider keine Antwort gefunden. So leicht und angenehm der Schreibstil auch war, fesselnd war es nicht. So vielfältig und bunt die Geschichte auch war, ich habe mich nicht darin verloren.
Schade das dieses Buch nichts bei mir hinterlassen hat, ich würde gerne mehr, vor allem schönes, dazu sagen können.
Was ich persönlich etwas zwiespältig betrachte, ist das Bild der Russischen Gesellschaft, was hier gezeichnet wird. Da ich selbst keine Beziehungen in die Richtung habe, kann ich mir da kein Urteil erlauben, aber ich habe das Gefühl, das diese Kanadische Autorin den Ton ganz gut getroffen hat.
Für mich war das Buch leider nur "o.k.". Reine Unterhaltung ohne Tiefgang.