Freitag, 4. August 2017

THE HATE U GIVE

von  

 Erschien in deutscher Sprache am 24.07.2017 im cbt Verlag für 17,99EUR 
Leseproben gibt es hier: klick

Dieses Buch soll Hoffnung geben, informieren, aber natürlich auch unterhalten. Konnte es dieses Versprechen halten?
Seit Monaten schon geistert dieses Buch durch die Leseratten Community der ganzen Welt. Erschienen ist das Buch in englischer Sprache erstmal im februar 2017, lange hat es also nicht gedauert bis es ins deutsche übersetzt wurde.
Was mir sehr gefällt ist, dass das Buch im deutschen genauso daher kommt wie im original, sowas kommt ja nicht oft vor!

Aber worum geht es hier eigentlich bei dem Buch das die Massen zu begeistern scheint?!
In der Hauptrolle finden wir ein 16 Jähriges Mädchen aus einen Ghetto in den USA. Anders als die vielen anderen Kinder aus ihrem Umfeld, gehen sie und ihre 2 Brüder auf eine Schule für weiße, überprevilligierte. Schon am Anfang des Buches erleben wir einen bruch in ihrem Leben: Sie sieht einen Freund sterben und gerät dadurch in einen Strudel an Ereignissen die ihr Leben verändern.

Nicht selten kam mir der Gedanken das hier extreme Klischees bedient werden, aber ganz ehrlich? Was weiß ich weiße junge Frau aus Deutschland, die noch nie einen Fuß auf dem amerikansichen Kontinent hatte, denn schon von den Afroamerikanern und ihrem Leben. Was davon denn nun Klischee ist und was mir einen kulturellen Einblick lieferte bleibt nun an mir selbst zu differenzieren, aber das wird schon irgendwie...
Auf Jedenfall regt es zum Recherchieren an!

Als Beispiel möchte ich hier die Hauptperson Starr nehmen. Klar haben sie und ein Großteil ihrer Familie ungewöhnliche Namen, aber ihre Familie bietet auch die ganze Palette an Klischeevarianten des Afroamerikanischen Lebens ( Die man als weiße Europäer so mitbekommt): Ein Schwarzer Polizist, eine Drogenkranke Mutter, Familien Mitglieder die es "geschafft haben", schwarzers Mädel liebt des weißen Typen, Vater entkommt der Gang und den Drogen und ist trotzdem des angesehenste Mann der Gegend. Ach ich könnte noch so weiter machen. Hier wird alles geliefert, verpackt in einer einzigen Familie. Aber ganz ehrlich? Das ist überhaupt nicht schlimm und ich glaube ein paar armen Kinder in den Ghettos Amerikas, macht einiges davon bestimmt große Hoffnungen.

Auch wenn das nun vielleicht etwas negativ wirkt, mir hat das Buch gefallen! Ich habe es in fast einer Nacht beendet, denn die Autorin hat es sehr  gut geschafft einen Spannungsbogen zu halten. Ich habe mitgefiebert, gehofft und mehr als einmal wurden die Augen feucht.

Rassismus ist ein Thema und es wird so schnell nicht verschwinden. Hier in Deutschland ebenso wie in den USA, aber die Ausmaße die es auf der anderen Seite des großen Teichs hat, sind ein ganz eigenes Problem.
Dieses Buch hält was es verspricht. Es unterhällt, es informiert und hoffe sehr es wird vielen jungen Menschen Hoffnung geben!

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, egal ob jung oder alt! Es wir eine Bereicherung sein, versprochen und über die Klischees (wenn es denn nun welche sind) lässt sich leicht weg sehen.

Also: lest es!


 

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